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Fashion-Passion-Revolution​

Jun 18, 2024

Was waren die letzten Tage ereignisreich!

Mit den Vorbereitungen für den Kleidertausch zur Fashion Revolution Week hatte ich alle Hände voll zu tun: Da nach meiner „Alles muss raus-Party“ vor knapp 2 Jahren wegen Atelierkündigung tatsächlich fast alles raus war, galt es, „neue“ Kleiderständer und Kleiderbügel zu organisieren. Zum Glück fand sich mit Dirk aus dem kürzlich aufgelösten Fundus Karlshorst ein edler Spender, so dass ich nun eine bunte Mischung aus gekauftem und gespendetem Equipment hier habe.

Aber auch ein gewisser Grundstock an Tauschkleidung ist bei einer solchen Veranstaltung von Nöten. Das war für mich Anlass, endlich mal den Kleiderschrank meiner vor 2 Jahren verstorbenen Mutti auszuräumen. Uff! (Wobei: das Pulloverfach habe ich vergessen, das wäre dann ja gutes „Startkapital“ für eine Veranstaltung im Spätsommer!)

Und dann habe ich noch Goodiebags für die Helferinnen vorbereitet: habe aus alten Werbebannern Taschen genäht. Hinein kamen ein paar Accessoires wie Schlüsselanänger, Portemonnaie und eine selbstgemachte Badekugel.

Noch einmal zur Erinnerung: Warum das Ganze?

Leider ist der weltweite Kleidungskonsum immer noch stark steigend. Damit einher gehen sinkende Preise in den Geschäften. Und damit verbunden mehr als fragwürdige Arbeitsbedingungen und Müllberge in den Produktionsländern.

Die Sache mit einem transparenten Lieferkettengesetz ist auch nicht zufriedenstellend von der Politik auf den Weg gebracht. Also müssen wir ALLE etwas tun: Zum Beispiel indem wir weniger konsumieren und Vorhandenes länger nutzen!

Doch bevor es los ging, hatte ich noch etwas ganz Anderes vor: das vorzeitige Geburtstagsgeschenk meiner SchwieMu war ein Ausflug ins nördliche Ende von Brandenburg. Bei eisigem Wetter stiegen wir in den Bus.

Nach einem Spaziergang durchs kleine und beschauliche Wittstock an der Dosse ging es weiter zum Schloss Meyendorf. In diesem Schloß gibts seit ein paar Jahren ein Modemuseum: Dort werden einige der gesammelten Kleider von Josefine von Krepl ausgestellt.

Was erst einmal gar nicht so aufregend klingt, entpuppte sich als ein wirkliches Schätzchen! WOW! Wer sich für Mode interessiert, sollte diese Reise durch vergangene Jahrzehnte unbedingt antreten! Zu sehen ist echte getragene Alltagskleidung und Accessoires der letzten über 100 Jahre.

Meine absolute Empfehlung. Die Ausstellung ist wirlich liebevoll inszeniert! (Auch wenn es an der einen oder anderen Stelle noch etwas professioneller gestaltet hätte werden können)

Passend zu meiner Krawattenleidenschaft ist dort aktuell sogar noch eine Sonderausstellung mit ausgefallenen Krawatten und Upcycling-Produkten aus Krawatten zu sehen.

Da wir mit ner größeren Gruppe dort waren bin ich wie noch nie durch dieses Museum gehetzt. Denn uff: der Bus wartete auf mich zur Rückfahrt nach Berlin.

Mein persönlicher Favorit, den ich in der Kürze der Zeit (waren es anderthalb Stunden?) finden konnte, war diese Brille:

Dann war es so weit für der Kleidertausch zu Fashion Revolution am Sonntag:

Im Vorfeld hatte ich wirklich großes Bangen, ob überhaupt jemensch zur neuen Adresse kommen wird. Das ist ja schließlich nicht mehr direkt neben der S-Bahn, so wie zuvor. Einige der Helferinnen haben sich auch tatsächlich etwas verlaufen auf dem Weg hierher …

Aber bereits vor 15 Uhr, der offiziellen Startzeit, stürmten Tauschlustige die Türen und die noch nicht ganz fertig bestückten Kleiderständer. Zeitweise wurde es so voll, dass die tollen Kleidungsstücke und Accessoires kaum zu sehen waren!

Während der Tauschparty konnten kleine Reparaturen ausgeführt oder die zu langweilig erscheinenden Teile mit einem Bügelmotiv individualisiert werden.

Und siehe da: nahezu ALLE Teile aus den Kleiderschrank meiner Mutti haben ein neues Zu Hause gefunden! Übrig von ihr blieb nur ein schwarzer Rock. Diesen Rock, hatte ich ihr ganz am Anfang meiner Ausbildung zur Damenmaßschneiderin mal genäht.

Vielleicht wollte der einfach noch nicht weiter ziehen?

Mein herzliches Dankeschön geht an alle, die diese Veranstaltung zu einem solchen Event gemacht haben! Und besonders an die, die das Buffet mit kulinarischen Köstlichkeiten bereichert haben! (Ich habe mir sagen lassen, dass alles sehr lecker war – ich habe leider kaum etwas abbekommen.)

Mein besonderer Dank an dieser Stelle an die fleißigen Helferinnen, ohne die dieser Nachmittag nicht so ein Erfolg geworden wäre! Ich hoffe, ich konnte Euch mit den Goodie-Bags aus Werbebanner eine kleine Freude bereiten.

Apropos Werbebanner: unter den Gästen konnte ich doch glatt noch zwei Taschen entdecken, die in meinen Upcycling-Workshops entstanden sind!

Wie toll ist das denn?! Ich habe mich riesig gefreut, diese Taschen nun einmal Live im Einsatz zu erleben.

Taschen, die im Upcycling-Workshop entstanden sind

ch freue mich sehr, dass diese Veranstaltung hier im Blockdammweg ein solcher Erfolg geworden ist. Das zeigt mir: die Verbindung von Offline- mit Online-Events ist sehr bereichernd.

Parallel arbeite ich natürlich weiter an meinem nächsten Baby: Dem Online-Mini-Kurs „Pimp My Ärmel“! Und wenn Du bereits mir den Hufen scharrst: Voraussichtlich im Mai werde ich die ersten Plätzchen für diesen Kurs hier verlosen!

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